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Blog für hochsensible Scanner-Persönlichkeiten

Leise Erschöpfung bei Hochsensibilität:

Erfahre, woran du eine leise Erschöpfung erkennen kannst – und wie du dein empfindsames Nervensystem sanft wieder in Balance bringst

Wenn der Alltag einfach zu laut ist

Kennst du auch dieses Gefühl, wenn alles gleichzeitig auf dich einprasselt? Geräusche, Gespräche, visuelle Reize, Verpflichtungen – bis dein inneres System STOP ruft.

Hochsensible Menschen erleben solche Momente häufig , weil ihr Nervensystem mehr Reize aufnehmen kann und sie intensiver verarbeitet.

Damit laufen sie überproportional schneller Gefahr in eine Erschöpfung zu schlittern, als normal-sensible Menschen.

Diese leise Erschöpfung ist daher kein persönliches Versagen, sondern ein Warnsignal deines Körpers. Er sagt dir, dass es nun Zeit ist für Ruhe und Schutz.

Im Hamsterrad gefangen – zwischen Serviceeinsätzen und Marathontraining

Früher habe ich die Signale meiner leisen Erschöpfung einfach ignoriert.

Ich war der Meinung, wenn ich meinem Körper diese Pause gönne, dann werde ich aussortiert. Sowohl beruflich als auch im Sport.

Ich wollte stark, leistungsfähig, flexibel bleiben. Einfach so weiter funktionieren, wie es alle anderen um mich herum ja auch konnten.

Doch innerlich fühlte ich mich von Tag zu Tag immer erschöpfter und leerer. Keine laute Erschöpfung, sondern ganz still und leise nagte sie an meinen Energiereserven.

Erst als ich begann, auch diese leisen subtilen Anzeichen meines Körpers ernst zu nehmen – Watte im Kopf, Vergesslichkeit, Ungeschicktheit, flache Atmung, Gereiztheit bei Kleinigkeiten – da verstand ich: mein Körper spricht. Erst leise, dann immer lauter.

Ganz nach dem Motto: „Du reagierst nicht auf das Zwicken im Fuß und machst Pause? Ok. Dann gibt es den gebrochenen Fuß, damit du endlich Pause machst“

Aber wenn ich zuhöre, kann ich rechtzeitig regulieren, statt zu kollabieren.

Diese Erkenntnis war wie ein Schalter: von „ich funktioniere“ zu „ich fühle“

Kleiner Praxisimpuls für dich: Beobachte deine ersten Warnsignale

Starte mit einer kleinen Selbstbeobachtung. Wie eine kleine Reise in deinen Körper.

Nimm dir mehrmals am Tag Zeit. Zwei Minuten reichen schon (und wenn es auf dem Klo ist) 

Spüre, wie sich dein Körper anfühlt. Sind deine Schultern angespannt? Atmest du flach? Hörst du vielleicht Musik, obwohl dir eigentlich nach Stille ist?

Solche Mikro-Momente offenbaren, wann dein System zu voll ist. Dieses Bewusstsein ist dein erster Schritt zu Regulation.

Wie spürst du, dass du ganz still und leise erschöpft bist?

Teile es gerne unten in den Kommentaren – so lernen wir gemeinsam, wie unterschiedlich unser sensibles Nervensystem spricht.

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