
Warum klassische Bewegung das Nervensystem hochsensibler Frauen stressen kann – und wie du sie neu für dich definierst
In einer leistungsorientierten Welt wird Bewegung oft mit Zielen, Zahlen und Disziplin verknüpft.
Für hochsensible Frauen kann genau das jedoch das Nervensystem zusätzlich stressen und massiv belasten. Der Schlüssel liegt darin, Bewegung für dich neu zu definieren.
Kleines Gedankenexperiment: Wie fühlt sich Bewegung an, wenn sie dein Nervensystem reguliert statt dich zu optimieren?
Als hochsensible Läuferin habe ich irgendwann begonnen die langen gemütlichen Sonntagsläufe nur noch wegen der Strecke zu tracken.
Keine Erwartungshaltung, mit welchem Tempo oder Zielzeit ich wieder zuhause sein wollte.
Keine Vergleiche mit anderen Läuferinnen, weil diese vielleicht auf ihrem Sonntagslauf schneller oder länger unterwegs waren.
Stattdessen begann ich in meinen Körper zu spüren:
Wie fühlte er sich heute an?
Brauchte er heute einen gemütlichen Landschaftslauf nach einer stressigen Arbeitswoche oder brauchte er eine kurze, knackige Einheit zum Auspowern und „sich-lebendig-fühlen“ ?
Oder sollte es ein kurzes achtsames Athletiktraining und ein Spaziergang im Anschluss sein?
Mein Aha-Moment:
Diese Veränderung hat mein gesamtes Erleben von Bewegung transformiert.
Ich laufe nicht mehr gegen mich. Ich kämpfe mich nicht mehr verbissen durch Krafttrainings. Ich laufe mit mir.
Ich mache achtsame Übungen im Athletiktraining mit mir – um mich, meinen Körper und mein Nervensystem zu unterstützen.
Kleiner Praxisimpuls für dich:
Bewege dich heute intuitiv für 10 Minuten – ohne Plan, ohne Erwartung.
Vielleicht gehst du spazieren. Vielleicht fährst du eine Runde Rad oder läufst ein paar Kilometer.
Vielleicht dehnst du dich oder tanzt zu deinem Lieblingssong.
Folge einfach nur dem Impuls deines Körper.
Wann hast du dich das letzte Mal nur für dich bewegt?
Weil du es brauchtest ohne Erwartung von anderen. Teile es gern mit uns in den Kommentaren